
Gemini said Der Friederikenplatz in Hannover trug bis 1843 den Namen Mühlenplatz. Dieser entstand ursprünglich nicht durch einen Gründungsakt, sondern entwickelte sich organisch als Wirtschaftshof der bereits 1226 erwähnten Wassermühlen. Eine repräsentative städtebauliche Fassung erhielt das Areal erst ab 1816 und 1817 durch Georg Ludwig Friedrich Laves im Zuge der Wallschleifung. Er vollendete dort das 1803 begonnene Friederikenschlösschen im klassizistischen Stil. Die Umbenennung des Platzes erfolgte 1843 durch König Ernst August I. zum Gedenken an seine 1841 verstorbene Frau. Sie sollte das Gebäude als Witwensitz beziehen, verstarb jedoch vor der Nutzung. Eine drastische Veränderung erfuhr der Platz in der Nachkriegszeit unter dem Leitbild der autogerechten Stadt. Für den Ausbau des City-Rings wurden bedeutende Bauten geopfert. Die Flusswasserkunst wurde 1963 und 1964 abgerissen, das Friederikenschlösschen folgte 1966. Die ursprünglich geplante Errichtung der Niedersächsischen Staatskanzlei auf dem Areal unterblieb, sodass der Platz heute als Verkehrsknotenpunkt fungiert.